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07. April 2005:

Google & Co. wegen Klickbetrugs vor dem Kadi

In den USA sind erstmals elf namhafte Internetfirmen wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Werbepreisen für Online-Anzeigen verklagt worden. Zu den verklagten Unternehmen gehören so renommierte Namen wie Google, Yahoo, AOL, Ask Jeeves oder Lycos. Ihnen wird vorgeworfen, überhöhte Preise für Werbeanzeigen verlangt zu haben, obwohl ihnen hätte auffallen bzw. bekannt sein müssen, dass die Klickraten von Klickbetrügern manipuliert worden seien. Kläger ist eine Gruppe von Werbekunden um den US-Online-Händler Lane’s Gifts & Collectibles. Sie werfen den verklagten Suchmaschinenfirmen obendrein vor, sich untereinander abgesprochen zu haben, um die Klickbetrügereien zu vertuschen.

Werbung treibende Firmen durch Klickbetrug verunsichert
Das Wort Klickbetrug geistert schon länger vornehmlich durch den US-amerikanischen Medienwald. Anfang März berichtete beispielsweise die New York Times darüber, dass sich immer mehr Firmen, die bei Google & Co. Werbeanzeigen geschaltet haben, durch die Möglichkeiten des Klickbetruges verunsichert fühlten. Sie zeigten sich besorgt darüber, dass ihre Anzeigen im großen Stil von Betrügern „per Hand“ oder durch so genannte Klickbots automatisch immer wieder angeklickt werden könnten, zumal sie letztlich keine Kontrollmöglichkeiten besäßen herauszufinden, von wem die Klicks auf ihre Werbeanzeigen letztlich stammten. Sie könnten sich allenfalls auf Indizien verlassen. Steigen die Klickraten auf ihre Werbeanzeigen rasant an, ohne dass sich auch der Umsatz der Firma merklich erhöht, können die betroffenen Firmen davon ausgehen, dass Klickbetrüger am Werke waren und zur Manipulation der Klickraten beispielsweise Klickbots eingesetzt haben. Klickbots sind kleine Programme, die die Aufgabe haben, Werbeanzeigen automatisch immer wieder „anzuklicken“ und dadurch die Klickraten zu manipulieren.

Klickbetrug im großen Stil
Schätzungen zufolge wird bereits jeder fünfte Klick auf eine Werbeanzeige bei Google & Co. nicht von einem interessierten Surfer, sondern von so genannten Klickbots in betrügerischer Absicht getätigt. Häufig stecken konkurrierende Unternehmen dahinter, die dem betroffenen Unternehmen schaden möchten. Aber auch entlassene Mitarbeiter oder „enttäuschte“ Kunden, die meinen, noch eine Rechnung offen zu haben, können hinter solchen Manipulationen stecken. Der wirtschaftliche Schaden, der den Werbung treibenden Firmen durch manipulierte Klickraten entsteht, kann schnell beachtliche Summen erreichen, da sie für jeden Klick auf ihre Anzeige, von wem dieser Klick auch immer stammt, zahlen müssen. Wird beispielsweise eine Anzeige, die durchschnittlich 0,5 US-Dollar pro Klick kostet, hundert Mal pro Tag in betrügerischer Absicht angeklickt, ergibt sich daraus schon ein Schaden von monatlich rund 1500 Dollar.

Suchmaschinen wiegeln ab
Den Suchmaschinen ist das Problem selbstverständlich bekannt. Sie versichern ihren Kunden immer wieder, dass sie den Klickbetrug unter Kontrolle hätten. Die eigenen Datenbestände würden ständig auf Unregelmäßigkeiten hin untersucht. Ausgeklügelte Algorithmen würden dafür sorgen, dass Manipulationen durch Klickbots sofort entdeckt würden. Allerdings hüllen sie sich über Einzelheiten ihrer Klickbetrugsabwehr regelmäßig in dezentes Schweigen. Sie möchten den Klickbetrügern nicht zu viel verraten, begründen sie ihre Schweigsamkeit. Doch das ist vermutlich nur die halbe Wahrheit.

Wollten Google & Co. Klickbetrug vertuschen?
Suchmaschinen wie Google oder Yahoo leben von den Werbeeinnahmen, die nach dem Pay-per-Click-Prinzip abgerechnet werden. Manipulationen im großen Stil würden diese Einnahmequelle wesentlich schwächer sprudeln lassen. Sie sind also daran interessiert, das Problem möglichst klein zu halten – besonders ihren zahlenden Werbekunden gegenüber. Und exakt das werfen ihnen die klagenden Firmen um den US-Online-Händler Lane’s Gifts & Collectibles nun vor. Die Kläger behaupten nämlich, dass sich die beklagten Suchmaschinen untereinander abgesprochen hätten, um das Problem des Klickbetruges so weit wie möglich zu vertuschen. Im Einzelnen lauten die Anklagepunkte Vertragsbruch, ungerechtfertigte Bereicherung sowie zivile Verschwörung. Die Kläger wollen die zu viel gezahlten Gelder zurück und verlangen obendrein Schadensersatz. Außerdem wollen sie mit ihrer Klage grundsätzlich feststellen lassen, inwieweit die Anzeigenvermarkter von Google & Co. für Betrügereien an den Klickraten verantwortlich und haftbar gemacht werden können.

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© Alfred Krüger http://www.akrue.de/